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Man stelle sich vor ein notorischer Besserwisser, zum Beispiel aus dem Bewachungsgewerbe, würde immer wieder Pressemitteilungen und Blogs veröffentlichen in denen er sich in endlosen Tiraden über die aus seiner Sicht mangelnden Seriosität, widerrechtlichen Namensgebung oder die Preisgestaltung vermeintlich unbequemer Konkurrenten auslassen würde.

Vielleicht denken Sie, so etwas sei schon aus wettbewerbsrechtlichen Gründen in Deutschland gar nicht möglich. So einem würde man doch schnell das Handwerk legen. Aber so einfach ist das auch wieder nicht.
Solche Leute sind ja nicht dumm. Statt konkret die Fakten zu ihren Anschuldigungen zu nennen, werden irgendwelche aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen und Gegebenheiten, i.d.R. verschwurbelt und verdreht und zu guter Letzt mit eigener Interpretation vermischt, in den Raum gestellt. Gegen diese, eigenhändig manipulierte Darstellung polemisiert man dann ungeniert und mit tiefster Überzeugung.

Nun könnte man ja das Ganze einfach mit dem Spruch: jeder blamiert sich so gut er kann - abtun. Leider besteht aber immer die Gefahr, dass aufgrund solcher fragwürdigen Kampagnen die gesamte Branche in Mitleidenschaft gezogen wird. Können Sie sich etwa vorstellen, dass eine Luftfahrtgesellschaft vermeintlicher Vorteile willens, die Seriosität oder Preisgestaltung ihrer Konkurrenten anprangert und damit in Kauf nimmt, in diesem sensiblen Segment Kunden zu verunsichern?

Ist denn die Haushüter-Branche in diesem Sinne nicht auch ein sensibles Feld? Schließlich vertrauen unsere Kunden uns vorübergehend ihr ideell und materiell wertvolles Eigentum an.

Ist es deshalb nicht an der Zeit, innezuhalten und mit überzeugenden Argumenten (z.B. Kundenzufriedenheit, Qualitätsbewusstsein und herausragenden Leistungen) um Kunden zu werben, statt die Haushüter-Branche als Erbhof von seit Jahrzehnten etablierten „Platzhirschen“ und „Besserhütis“ zu betrachten.